Eine im Juni 2026 veröffentlichte Übersichtsarbeit untersuchte die Evidenz zu sogenannten IVF-„Add-ons“, also zusätzlichen Verfahren oder Medikamenten neben der Standardbehandlung.
Die Forschenden werteten klinische Studien aus und stellten fest, dass für mehrere häufig angebotene Maßnahmen keine ausreichenden Belege für bessere Schwangerschafts- oder Lebendgeburtenraten vorlagen. Bei einigen Ansätzen gab es Hinweise auf einen möglichen Nutzen, die Evidenz blieb jedoch schwach.
Mehr Transparenz bei Entscheidungen
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer transparenten Beratung über Nutzen, Risiken, Kosten und Qualität der Evidenz. Sie bedeuten nicht, dass jede Zusatzbehandlung unwirksam ist, sondern dass gut belegte Optionen von weiterhin experimentellen Verfahren unterschieden werden sollten.
Quelle: Review in The Lancet Obstetrics, Gynaecology & Women’s Health, Juni 2026.

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