Eine prospektive Beobachtungsstudie dänischer Forschender, die im September 2026 in Human Reproduction Open veröffentlicht wurde, untersuchte, ob eine pränatale Paracetamol-Exposition mit frühen Markern der reproduktiven Entwicklung verbunden sein könnte.
In der COPANA-Kohorte wurden 302 Mädchen im Alter von drei Monaten untersucht und unterschiedliche Muster der pränatalen Exposition verglichen. Auf Bevölkerungsebene beobachteten die Forschenden bei einigen exponierten Mädchen kleinere Eierstock- und Gebärmuttervolumina sowie weniger Ovarialfollikel.
Ein Ergebnis, das weiter untersucht werden muss
Die Autoren betonen, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt: Die Ergebnisse zeigen Zusammenhänge und beweisen nicht, dass Paracetamol reproduktive Probleme verursacht. Sie erlauben auch keine Vorhersage der späteren Fruchtbarkeit eines einzelnen Kindes.
Zusätzlich wurde eine unabhängige Kohorte bis ins Jugendalter untersucht. Dennoch sind längere Nachbeobachtungen erforderlich, um die mögliche klinische Bedeutung der frühen Unterschiede zu klären.
Was bedeutet das für die Schwangerschaft?
Die Veröffentlichung empfiehlt nicht, medizinisch notwendige Behandlungen abzusetzen. Die Quelle weist darauf hin, dass Entscheidungen zur Behandlung von Schmerzen und Fieber in der Schwangerschaft individuell mit medizinischem Fachpersonal getroffen werden sollten und europäische und britische Empfehlungen Paracetamol bei klinischer Notwendigkeit weiterhin als Mittel der ersten Wahl ansehen.
Quelle: Human Reproduction Open / ESHRE, 8. September 2026.

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